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Weihnachtshilfe statt Weihnachtspräsente

Spende2010

Schwegmann Filtrations-Technik GmbH spendet für "Nachbar in Not"

Einen vorweihnachtlichen Beitrag für den kreisweiten Hilffonds "Nachbar in Not" hat die Schwegmann Filtrations-Technik GmbH geleistet - indem sie auf Weihnachtspräsente verzichtete. 500 Euro flossen somit in den Fonds für Menschen im Kreisgebiet, die unverschuldet in die finanzielle  Sackgasse geraten sind  und die keine andere Unterstützung zu erwarten haben. Landrat Jürgen Pföhler (rechts), Schirmherr der Aktion, versprach, dass jeder einzelne Cent an die Bedürftigen weitergeleitet wird.

Not

Die Aktion "Nachbar in Not" besteht seit Oktober 1974. Anlass war der tragische Unfall eines jungen Mannes. Er wurde schwer verletzt und trug bleibende Behinderungen davon. Die Versorgung mit persönlicher Hilfe und Hilfsmitteln war dringend geboten. Versicherungen und andere Leistungsträger übernahmen nicht alle Kosten für notwendige Maßnahmen.

Um hier und in ähnlichen Fällen wirksame und nachhaltige Unterstützung leisten zu können, nahm der damalige Landrat des Kreises Ahrweiler, Dr. Christoph Stollenwerk, die Idee für "Nachbar in Not" auf, eine Aktion, die somit zu einer Selbsthilfeeinrichtung der Bürger des Kreises Ahrweiler wurde. Seit Gründung von "Nachbar in Not" führt der jeweilige Landrat den Hilfsfonds in persönlicher Schirmherrschaft. Spenden kommen von Einzelpersonen, Geschäftsleuten, Vereinen, Firmen und vielen mehr.

Alle Spenden werden ohne einen Cent Abzug an Hilfsbedürftige weitergegeben. Über die Vergabe einer Zuwendung entscheidet der Landrat. Die Hilfegewährung setzt voraus, dass die Notlage unverschuldet eintrat und Dritte nicht vorrangig zu Leistungen verpflichtet sind. In vielen Fällen - 50 bis 60 Fälle im Laufe eines Jahres sowie 80 bis 90 Fälle im Rahmen der jährlich durchgeführten Weihnachtsaktion - kann die Aktion tatkräftige Hilfe leisten.

Die Notlagen haben ein breites Spektrum von Schicksalsschlägen: von Arbeitslosigkeit über Hochwasserkatastrophen, Brandschäden bis zum Tod junger Familienväter. Selbstverständlich bleiben alle Zuwendungsempfänger anonym, so dass sich jeder vertrauensvoll mit seinen Sorgen und Nöten an den Landrat als Schirmherrn der Aktion wenden kann. Notlagen bedürftiger Mitmenschen werden überwiegend von Sozialämtern, Jugendamt, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden und caritativ tätigen Einzelpersonen mitgeteilt - selten von den Bedürftigen selbst.

Seit der Gründung genießt "Nachbar in Not" uneingeschränktes Vertrauen in der Bevölkerung. Dies zeigt nicht nur das hohe Spendenaufkommen, sondern auch manches Dankschreiben von Spendenempfängern. Die Hilfe wird schnell und ohne Formulare gewährt. Das Spendenaufkommen steht ungekürzt ohne Abzug von Verwaltungskosten für Notfälle zur Verfügung. Empfänger sind notleidende Bürgerinnen und Bürger des Kreises Ahrweiler.

Da alle Zahlungen für "Nachbar in Not" für gemeinnützige Zwecke gespendet werden, können Spendenquittungen ausgestellt werden.